„Flüchtlinge in den Zentralen des braunen Sumpfs“

Süddeutsche Zeitung

Der enge Raum, das ewige Warten – es ist nirgendwo einfach, ein Flüchtling zu sein. Aber an manchen Orten in Mecklenburg-Vorpommern ist es ein Martyrium. Jeden Tag.

Von Thomas Hahn

„Wenn wir rausgehen, zeigen uns die Leute den Mittelfinger oder machen uns sonstwie an“, sagt Mbodji. „Mir haben die Leute mal ‚Ebola‘ zugerufen“, sagt Barry. Sie haben auch schon freundliche Orte in Deutschland erlebt, aber hier in Güstrow, Mecklenburg-Vorpommern, wo sie im Flüchtlingsheim wohnen, schlagen ihnen Wellen der Ablehnung entgegen. […]

Es ist nirgendwo einfach, ein Flüchtling zu sein. Aber an manchen Orten in Deutschland ist es besonders schwer, darauf hat die Amadeu-Antonio-Stiftung für demokratische Kultur aufmerksam machen wollen, als sie am Samstag Politiker und Presse durch Mecklenburg-Vorpommerns Hinterland führte. […]

SWP zur Rolle der BRD in Tunesien

Stiftung Wissenschaft und Politik

Deutschland will Tunesiens Grenzregime und Antiterrorismus mit koordinieren

SWP Stiftung Wissenschaft und Politik | Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit

Christian Mölling, Isabelle Werenfels
Tunesien: Sicherheitsprobleme gefährden die Demokratisierung
Deutsche Unterstützung auch für die Stärkung des Sicherheitssektors

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Deutschland planlos in Flüchtlingskrise

nzz.ch

Migrationswelle aus Kriegsgebieten

Deutschland blickt ratlos auf den Flüchtlingsstrom

Stephanie Lahrtz, Freiburg

„[…] Deutschland erlebt derzeit einen Flüchtlingsstrom wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Fast 116 000 Personen haben bis Ende August in der Bundesrepublik einen Asylantrag gestellt, das waren knapp 60 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2013. An Spitzentagen kommen 200 bis 300 Personen allein in den südlichen Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg an, sie stammen vor allem aus Syrien, Serbien, Eritrea, Afghanistan und dem Irak. Die sogenannten Erstaufnahme-Einrichtungen sind überfüllt und phasenweise geschlossen, die Flüchtlinge werden stattdessen in Zelten, Garagen, einem Feuerwehrhaus oder im Theatersaal eines Altenheims untergebracht. «Wenn in Italien Bootsflüchtlinge von der Marine aufgegriffen werden, ist ein Grossteil von ihnen innerhalb von einer Woche hier in Deutschland», sagt Peter Holzem, Präsident der Bundespolizeidirektion Stuttgart, im Gespräch. Da Bootsflüchtlinge in Italien (und auch in anderen Ländern) nicht zu einer Identifizierung oder einem Asylantrag gezwungen werden können, verschwinden die meisten, kaum auf dem Festland angekommen, schnell in Richtung Norden. […]“