Protest gegen europaweite Polizeioperation

Mos Maiorum

Ab Montag beginnen sie, die europaweiten Polizeioperationen Mos Maiorum gegen Migration und Migrant*innen – ungeachtet der dramatischen Situation in Syrien, ungeachtet der massiven Misshandlungsvorfälle in Flüchtlingslagern, ungeachtet dessen, dass „racial profiling“ schon von mehreren Gerichten als rassistisch bestätigt wurden, ungeachtet des immer stärker werdenden Widerstands Geflüchteter in Berlin, Hamburg und in ganz Europa bzw. an seinen Rändern.

Aktionsfahrplan gegen Polizeioperation ab Mo 13.10. – 12 Uhr Köln-HBF + Fr. 17.10. – 18 Uhr Köln-HBF

Mit Infos und Aktionen gegen die Festung Europa, gegen Mos Maiorum

Hier ist der vorläufige Aktionsfahrplan:

Kommt und bringt euch ein!

STOP POLICE CONTROL – SMASH „MOS MAIOURM“ – KEIN MENSCH IST ILLEGAL

Sa 11.10. Info-Veranstaltung mit Matthias Monroy
20 Uhr – Autonomes Zentrum-Köln, Eifelwall 7
Wir informieren uns und diskutieren Widerstandsmöglichkeiten
az-koeln.org

Mo 13.10. Auftakt-Kundgebung und Pressekonferenz
12 Uhr – Vorplatz HBF Köln
Sie beginnen heute mit den Kontrollen – wir sind schon da!
Infos laut und sichtbar, bringt eigene Transparente und Ideen mit

Di 14.10. Soli-Nantoka Bar „Smash Mos Maiorum“
19 Uhr – Autonomes Zentrum AZ-Köln, Eifelwall 7
Widerstand braucht Geld! mit kurzem Input, lecker Essen und Getränke
Kommt vorbei, informiert euch, plant Aktionen und bringt eure Sparbüchsen mit.
#nomosmairoum
az-koeln.org
weitere Infos siehe unten

Fr 17.10. Große Kundgebung
STOP POLICE CONTROL – Stört die europaweite Polizeioperation „MOS MAIORUM “ – Kein Mensch ist illegal
18 Uhr – Vorplatz HBF Köln
Festung Europa? europaweite Polizeikontrollen? racial profilings? Nicht mit uns!
Kommt zahlreich, bringt eure Freund*innen mit, Ideenreich und kreativ die Wut auf die Straße tragen
weitere Infos demnäxt

Mo 13.10. – 26.10. Gegen das Schweigen – Kontrolliert die Kontrolleure
Aufruf sich einzumischen, Kontrollierte nicht allein zu lassen und
Kontrolleure nicht aus den Augen zu verlieren
egal ob im Bahnhof, der Innenstadt, am Flughafen, oder sonstwo
stop racial profilings! stop police control! no one is illegal!
+ still not loving police – still not loving fortress europe +
Verhaltensmöglichkeiten: siehe weiter unten

Es rufen auf: einige widerständige!

„Sed quis custodiet ipsos custodes?“
„Aber wer wird über die Wächter selbst wachen?“


Soli-Nantoka Bar „Smash Mos Maiorum“

Ab Montag, den 13.10. startet die EU-weite Polizeioperation „Mos Maiorum“ (die Sitten der Ahnen). Vom 13. – 26. 10. 2014 werden etwa 18.000 Polizist_innen in enger Zusammenarbeit mit FRONTEX auf Jagd nach Menschen ohne Aufenthaltsstatus gehen. An Bahnhöfen, Autobahnen und Flughäfen werden „Schwerpunktfahndungsmaßnahmen“, „racial profilings“ durchgeführt werden. Allein in Deutschland werden etwa 1000 Bullen an der Aktion beteiligt sein.

Diese halbjährlich stattfindenden „Joint Police Operations“ sollen in Zeiten der Festung Europa eine noch effektivere Koordination und Vernetzung der europäischen Grenzschutzbehörden ermöglichen.

Doch es formiert sich Widerstand! In Köln hat sich ein Bündnis aus Gruppen und Einzelpersonen gegründet, die während mos maiorum mehrsprachige Reisewarnungen verbreiten und zu Aktionen aufrufen.

Das ganze kostet natürlich Geld und so wird die dieswöchige Nantoka-Bar unter dem Titel: „Smash mos maiorum“ stattfinden. Es wird einen kurzen Input geben, sowie leckeres Essen und Getränke wie immer!

Kommt vorbei, informiert euch, plant Aktionen und bringt eure Sparbüchsen mit.
Gegen die Festung Europa!
Kein Mensch ist illegal!
#nomosmairoum


Wie können Sie aktiv werden, wenn Sie feststellen, dass Menschen von rassistischen Kontrollen betroffen sind?

Sie nehmen wahr, dass ausschließlich Nichtweiße Personen kontrolliert werden: Fragen Sie, warum ausgerechnet betreffende Person/en kontrolliert werden.

Sie bemerken, dass die Beamt_innen Nichtweiße Personen schlechter behandeln (bspw. Duzen, unfreundliches Auftreten, Grobheit): Fordern Sie respektvollen Umgang ein.

Artikulieren Sie Hilfsangebote – die können etwa lauten: “Sind sie in Schwierigkeiten?” “Benötigen Sie Hilfe?” / “Wollen Sie sich meine Kontaktdaten notieren, falls Sie Dienstaufsichtsbeschwerde bzw. Anzeige erstatten wollen?”

Notieren Sie den Vorfall um sich ggf. direkt bei der Polizei zu beschweren.