Melilla, EU-Zaun: Film 2

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Dokumente der Gewalt gegen Flüchtlinge

Seit Anfang August 2014 erreichen uns Filmaufnahmen und Berichte vom EU-Zaun Melilla, die tödliche Steinwürfe durch marokkanische Paramilitärs und Totprügeln durch die Guardia Civil dokumentieren. Die schwerverletzten und toten Flüchtlinge, die auf spanischer Seite des EU-Zauns liegen, werden nicht in spanische Krankenhäuser gebracht, sondern durch Türen des EU-Zauns auf marokkanische Seite verschleppt. Dort verschwinden ihre Spuren.

Am 15.10.2014 kletterte eine Gruppe auf den 6 Meter hohen EU-Zaun. Die Zaunkletterer wurden von knüppelnden Guardia Civiles heruntergeholt und am Boden weiter zusammengeschlagen. Danny, ein 24-Jähriger aus Kamerun, der zum wiederholten Mal versucht hatte, über den EU-Zaun nach Europa zu flüchten, wurde dabei am 15.10.2014 möglicherweise zu Tode geprügelt- wir erhalten im Moment widersprüchliche Meldungen dazu aus Marokko.

Das Steinigen und Totprügeln spielt sich in der Öffentlichkeit ab. Hunderte Menschen, die in der Nähe wohnen, beobachtende MenschenrechtlicherInnen sowie die Zaunkletterer, die noch oben auf dem EU-Zaun sitzen, werden zu Zeugen der mörderischen Abschottung der EU.

Journalisten werden auf spanischer Seite vom EU-Zaun ferngehalten und bei Zuwiderhandeln mit Geldstrafen belegt. Seit Sommer 2014 fordern die Flüchtlinge und MigrantInnen vor Melilla und Ceuta ein Eingreifen der UNO und der Welt, die über Medien von diesen staatlichen Verbrechen informiert werden.

Hier das dokumentierende kurze Video, das heute in Melilla von der Menschenrechtsorganisation Prodein ins Netz gestellt wurde:

siehe auch 20minutos.tv