Melilla: 50 Flüchtlinge schaffen es

taz.de

Spanische Enklave Melilla

Flüchtlinge überwinden Grenzzaun

Erneut haben über 50 Flüchtlinge den Grenzzaun vor der Stadt Melilla überwunden. In der vorigen Woche kam es bei einer ähnlichen Aktion zu Zusammenstößen.

MELILLA dpa/taz | Über 50 afrikanische Flüchtlinge haben die Grenzanlagen von Melilla überklettert und sind in die spanische Nordafrika-Exklave gelangt. Wie aus Polizeikreisen verlautete, hatten mehrere Gruppen Afrikaner am Montag an verschiedenen Stellen gleichzeitig versucht, von Marokko aus die sechs Meter hohen Grenzzäune zu überwinden.
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Telefonkette gegen Abschiebungen

Zum 21. Mal Abschiebung verhindert

Am heutigen Morgen wurde in Osnabrück zum 20. und 21. Mal eine Abschiebung verhindert. Die „Telefonkette gegen Abschiebungen“ wächst und wächst. Trotz der frühen Uhrzeiten und des kälter werdenden Wetters versammeln sich die Unterstützer_innen zuverlässig, um der Dublinverordnung und dem Ping-Pong-Spiel mit Menschenleben die Stirn zu bieten.

Seit ein paar Wochen werden die Osnabrücker Aktivitäten offen vom Staatsschutz beobachtet, der morgens bei den Abschiebungsverhinderungen die Aktivist_innen anspricht und auch anderweitig Kontakt aufgenommen hat.

Dann hat es in der vorletzten Woche zahlreiche Hausdurchsuchungen in linken Kreisen in Stadt und Landkreis Osnabrück gegeben. Offiziell, sagte die Polizei, wurden diese durchgeführt als Reaktion auf eine Körperverletzung im August. Dass jedoch erst zwei Monate später Hausdurchsuchungen folgen, zudem in großer Zahl, macht stutzig.

Hier noch ein Artikel über die verhinderte Abschiebung in Nordhorn in der letzten Woche:

Grafschafter Nachrichten

Vorverlagerte Strafverfolgung der Fluchthilfe

Auf den italienischen Kriegsschiffen der Operation Mare Nostrum werden inzwischen wieder, auch mit Gewalt, den aufgenommenen Bootsflüchtlingen Fingerabdrücke abgenommen. Sie werden direkt nach Übernahme auf das Kriegsschiff ohne Anwälte von der mitfahrenden  italienischen Staatspolizei verhört. Zeitgleich fahndet die Marine in internationalen Gewässern mit einem U-Boot und anderen militärischen Aufklärungsmitteln nach den Mutterschiffen, mit denen die Flüchtlinge bis in internationale Gewässer gelangt sind. Bei den festgenommenen Fluchthelfern handelt es sich häufig um minderjährige Ägypter. Ihr Verbleib ist unklar. Viele Fluchthelfer werden nach kurzem Prozess sofort abgeschoben.
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