Melilla, EU-Zaun: Film 1

Vimeo, PRODEIN

Illegale Rückschiebung von Verletzten

Am 15.11.2014 hat eine Gruppe von MalierInnen den EU-Zaun von Melilla überklettert. Die Guardia Civil hat sie schwerstens zusammengeschlagen und die Verletzten zurückgetragen auf die marokkanische Seite. Es handelt sich um eine flagrante Menschenrechtsverletzung – keine medizinische Hilfe, keine Annahme von Asylbegehren, kein Schutz vor Abschiebung nach Marokko, in dem Zurückgeschobene nochmals zusammengeschlagen werden.

Deutschland planlos in Flüchtlingskrise

nzz.ch

Migrationswelle aus Kriegsgebieten

Deutschland blickt ratlos auf den Flüchtlingsstrom

Stephanie Lahrtz, Freiburg

„[…] Deutschland erlebt derzeit einen Flüchtlingsstrom wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Fast 116 000 Personen haben bis Ende August in der Bundesrepublik einen Asylantrag gestellt, das waren knapp 60 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2013. An Spitzentagen kommen 200 bis 300 Personen allein in den südlichen Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg an, sie stammen vor allem aus Syrien, Serbien, Eritrea, Afghanistan und dem Irak. Die sogenannten Erstaufnahme-Einrichtungen sind überfüllt und phasenweise geschlossen, die Flüchtlinge werden stattdessen in Zelten, Garagen, einem Feuerwehrhaus oder im Theatersaal eines Altenheims untergebracht. «Wenn in Italien Bootsflüchtlinge von der Marine aufgegriffen werden, ist ein Grossteil von ihnen innerhalb von einer Woche hier in Deutschland», sagt Peter Holzem, Präsident der Bundespolizeidirektion Stuttgart, im Gespräch. Da Bootsflüchtlinge in Italien (und auch in anderen Ländern) nicht zu einer Identifizierung oder einem Asylantrag gezwungen werden können, verschwinden die meisten, kaum auf dem Festland angekommen, schnell in Richtung Norden. […]“